Bootleg, Raubkopie, Grauimport: Kein Regress gegen Händler

Der Käufer und Weiterverkäufer eines Bootlegs (oder eines anderen "illegalen" Tonträgers, z.B. eines Grau-/Parallelimports oder einer Raubkopie) hat im Falle einer Inanspruchnahme durch den Rechteinhaber keinen Regressanspruch gegen den Medienhändler, bei ...

Bearbeitungspauschale muss in Gesamtpreis eingerechnet werden

Eine Bearbeitungspauschale, die beim einem Online-Einkauf abhängig vom Warenwert anfällt, ist ein "sonstiger Preisbestandteil" i.S.v. § 3 Abs. 1 PAngV (Preisangabenverordnung) und muss in den Endpreis (Gesamtpreis) eingerechnet und als Teil des Endpreises ...

Bewerbung von Sportkleidung als "olympiareif" zulässig

Die Entschdeung ist Die Verwendung der Bezeichnungen "olympiaverdächtig" und "olympiareif" für die Bewerbung von Sporttextilien verstößt nicht gegen das Olympiaschutz-Gesetzes und ist zulässig (BGH, Urteil vom 07.03.2019, Az. I ZR 225/17). Grundsätzlich ...

AGEM Werkstattgespräch: DSA – Neue Werkzeuge Rechtsdurchsetzung

Werkstattgespräch Online - Digital Services Act - Neue Werkzeuge für die Rechtsdurchsetzung, gerade auch im IP-Bereich? Zum 17.02.2024 tritt der Digital Services Act (DSA) voll in Kraft. Die Verordnung, mitunter als (europäisches) Grundgesetz für das Inte...

Webinar: Elektrogeräte importieren – Markenrecht, Urheberabgaben

Webinar "Elektrogeräte sicher importieren: Markenrecht und Geräteabgaben" am 21.03.2023 mit RA Dr. Urs Verweyen Im Rahmen der "eSystems Powerwochen" vom 13. - 23.03.2023 wird RA Dr. Urs Verweyen ein Webinar zum Thema "Elektrogeräte sicher importieren: Mar...

Wettbewerber-Abmahnung wegen Verstoß gegen DSGVO? (Vorlage EuGH)

Seit Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung DSGVO (Verordnung 2016/679/EU vom 27. April 2016) ist umstritten, ob Unternehmen, die miteinander in Wettbewerb stehen, einander wegen Verstößen gegen die DSGVO abmahnen und ggf. gerichtlich auf Unterlassen...

Verjährungsbeginn bei Vertragsstrafe nach "Hamburger Brauch"

BGH-Urteil zum Verjährungsbeginn bei einer Vertragsstrafe Mit Urteil vom 27.10.2022, Az. I ZR 141/21 hat der Bundesgerichtshof – anders als noch das Berufungsgericht – entschieden, dass die Verjährung einer der Höhe nach unbestimmten Vertragsstrafe (sog. ...

Nachahmung und Rufausbeutung durch Vertrieb von Plastikuhren

Der Vertrieb von Plastikuhren stellt auch dann eine unlautere, wettbewerbswidrige Nachahmung der bekannten Uhren des Herstellers Swatch dar, wenn diese Uhren eine abweichende markenmäßige Kennzeichnung tragen (OLG Frankfurt a.M., Urteil vom 17.02.2022, Az....

Keine Verletzung einer Marke durch teilweises Überkleben

Das teilweise Überkleben einer Marke auf der Produktverpackung (hier: eines Medizinprodukts) steht der Erschöpfung der Markenrechte des Herstellers nach Art. 15 Abs. 1 UMV nicht entgegen, wenn die überklebte Marke so versteckt und wenig herausgehoben ist, ...

"Black Friday" freihaltebedürftig, nicht als Marke geschützt

Die Bezeichnung "Black Friday", mit der weltweit Rabatt-Aktionstage für Waren aus dem Elektro- und Elektronikbereich schlagwortartig bezeichnet und beworben werden, ist für Waren aus dem Elektro- und Elektronikbereich und für Werbedienstleistungen freihal...

Gold-Farbe des Lindt-Schoko-Osterhasen genießt Markenschutz

Der Gold-Farbton des Lindt-Schoko-Osterhasen genießt als sog. Benutzungsmarke markenrechtlichen Schutz, da er innerhalb der beteiligten Verkehrskreise i.S.v. § 4 Nr. 2 MarkenG als Marke Verkehrsgeltung für Schokoladenhasen erlangt hat (BGH, Urteil vom 29....

Red Bull-Farbmarke "Blau und Silber" nichtig (EuGH)

Die von Red Bull 2002 für die Farbkombination aus Blau (RAL 5002 bzw. Pantone 2747 C) und Silber (RAL 9006 bzw. Pantone 877 C) angemeldeten und vom europäischen Markenamt EUIPO eingetragenen Unionsmarken sind nichtig (EuGH, Urteil vom 29. Juli 2019, Az.: C...

Google Ads mit Marke bei Link auf Konkurrenzprodukte irreführend

Es stellt eine Irreführung dar, wenn ein Unternehmen auf Google (Google Ads) mit der Marke eines Dritten wirbt und die Verlinkung der Werbeanzeige auf eine Seite führt, die (auch) Konkurrenzprodukte beinhaltet und wenn die Anzeige so gestaltet ist, dass de...

Amazon-Marketplace-Verkäufer haften für Markenverstöße auf Amazon

Amazon Marketplace-Verkäufer haften für Markenverstöße auf dem Amazon Marketplace auch dann, wenn die Produktbeschreibung durch einen Dritten nachträglich abgeändert wurde, BGH, Urt. v. 03.03.2016, Az. I ZR 140/14, Leitsatz: "Händler, die auf der Internet...

Kein Bankgeheimnis bei Verkauf gefälschter Markenprodukten

Eine Bank ist gem. § 19 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 MarkenG verpflichtet, Auskunft über Namen und Anschrift eines Kontoinhabers zu erteilen, wenn das Konto für Zahlungen im Zusammenhang mit einer offensichtlichen Markenverletzung genutzt wurde. Das sog. Bankgeheim...

HARIBO-Marke "Goldbär" nicht durch Form des Lindt-Teddy verletzt

Die in Deutschland bekannten Marken "Goldbär" und "Goldbären" werden durch die Firm des "Teddy" der Wettbewerbers Lindt nicht verletzt, trotzdem auch die sich gegenüberstehenden Waren der Parteien (Fruchtgummis / Schokoladenfigur) als "sehr ähnlich" i.S.d....

Medienhändler haftet nicht unmittelbar für Rechtsverletzungen

Medienhändler und ReCommerce-Anbieter (Unternehmen, die gebrauchte Medien wie Bücher, Audio-CDs, DVDs etc. an- und wieder verkaufen) haften nicht unmittelbar für Urheber- und Markenrechts-Verletzungen durch Produkte (z.B. Plagiate, Grauimporte), die von ih...