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- Björn-Michael Lange
- Rechtsanwalt Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
BaFin warnt vor ZinsCompass - Anleger aufgepasst- Verluste drohen
, letztes Update:BaFin warnt vor „ZinsCompass“ – Verdacht auf unerlaubte Finanzgeschäfte und Identitätsmissbrauch
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat eine aktuelle Warnmeldung zu den Websites zinscompass.de und zinscompass.com veröffentlicht. Nach Erkenntnissen der Aufsicht bieten die Betreiber dort Tages- und Festgeldanlagen ohne die erforderliche behördliche Erlaubnis an.
Unerlaubte Bankgeschäfte im Internet
Wer in Deutschland Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen anbieten möchte, benötigt hierfür zwingend eine Erlaubnis der BaFin. Dies dient dem Schutz von Anlegern und der Stabilität des Finanzsystems.
Im vorliegenden Fall besteht der Verdacht, dass die Anbieter von „ZinsCompass“ ohne entsprechende Zulassung tätig sind. Anleger sollten daher besondere Vorsicht walten lassen.
Identitätsmissbrauch: Berliner Unternehmen betroffen
Besonders brisant ist, dass die Betreiber der Websites im Impressum offenbar unbefugt die Unternehmensdaten der VC-GO Management GmbH aus Berlin verwenden. Nach derzeitigem Stand handelt es sich hierbei um einen klassischen Fall von Identitätsmissbrauch, um den Anschein von Seriosität zu erwecken.
Was können Anleger tun?
Wenn Sie eine Geldanlage über Zinscompass getätigt haben, ist es dringend zu empfehlen, rechtlichen Rat einzuholen. Hierbei kommt es drauf an, zügig zu reagieren, damit verloren gegangenes Geld ggf. noch sichergestellt werden kann.
Rechtlicher Hintergrund
Die Warnung der BaFin erfolgt auf Grundlage von § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz (KWG). Danach ist die Behörde berechtigt, die Öffentlichkeit über Unternehmen zu informieren, die möglicherweise unerlaubte Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen anbieten.
Fazit
Der Fall „ZinsCompass“ zeigt erneut, wie wichtig eine sorgfältige Prüfung von Anlageangeboten ist. Anleger sollten schnell handeln, wenn Sie auf eine betrügerische Website “hereingefallen” sind. Unsere Erfahrung ist: die Websiten und die Betrugsangebote sind meist so gestaltet, dass es nur Kenner oder fachlich versierte Anleger erkennen können. Machen Sie sich also keinen Vorwurf, sondern schalten Sie einen Anwalt mit Schwerpunkt im Bank- und Kapitalmarktrecht ein.
Bei Unsicherheiten oder bereits getätigten Investitionen empfiehlt sich eine frühzeitige rechtliche Beratung, um mögliche Schäden zu begrenzen.

