Anlagebetrug

Strafanzeige bei Anlagebetrug und Vermögenssicherung

Kontakt aufnehmen
Fachanwalt berät zu Strafanzeige und Vermögenssicherung bei Anlagebetrug

Wer einen Anlagebetrug erkennt, möchte vor allem eines: das verlorene Geld zurück.

Eine Strafanzeige wegen Anlagebetrugs kann dafür ein wichtiger Baustein sein. Sie führt jedoch nicht automatisch dazu, dass Geschädigte ihr investiertes Kapital zurückerhalten.

Bei wirtschaftlich erheblichen Schäden sollten deshalb mehrere Fragen möglichst früh gemeinsam betrachtet werden: Welche Straftat steht im Raum? Wohin ist das Geld geflossen? Welche Vermögenswerte können noch vorhanden sein? Welche Personen oder Unternehmen sind identifizierbar? Und welche eigenen Rückforderungs- oder Schadensersatzansprüche bestehen?

Neben dem Strafverfahren können deshalb die Nachverfolgung von Zahlungswegen, Maßnahmen zur Vermögenssicherung und die zivilrechtliche Anspruchsdurchsetzung relevant sein.

Fachanwalt Björn-Michael Lange berät Geschädigte bei Anlagebetrug und prüft bei größeren Vermögensschäden, welche rechtlichen Schritte zur Aufklärung, Sicherung und Rückforderung in Betracht kommen.

Anlagebetrug anzeigen: Wann ist eine Strafanzeige sinnvoll?

Bestehen konkrete Anhaltspunkte dafür, dass Anleger durch falsche Tatsachen zu Zahlungen veranlasst wurden, kann eine Strafanzeige sinnvoll sein.

Typische Fallgestaltungen sind beispielsweise:

  • Broker-Betrug,
  • Bitcoin- und Kryptowährungsbetrug,
  • Forex- und CFD-Betrug,
  • Festgeld-Betrug,
  • Betrug durch Online-Tradingplattformen,
  • Clone-Firm-Betrug oder
  • andere Formen betrügerischer Kapitalanlagen.

Entscheidend ist nicht, wie das Investment bezeichnet wurde. Maßgeblich ist der tatsächliche Ablauf.

Ein vermeintliches Festgeldangebot kann ebenso Teil eines Betrugssystems sein wie eine angebliche Kryptoanlage oder ein scheinbares Online-Tradingkonto.

Kontaktieren Sie uns!
Hinterlassen Sie uns gerne Ihre Kontaktdaten und einer unserer Anwälte meldet sich kurzfristig bei Ihnen!

Wo kann man Anlagebetrug anzeigen?

Eine Strafanzeige kann grundsätzlich bei der Staatsanwaltschaft, den Behörden und Beamten des Polizeidienstes sowie den Amtsgerichten angebracht werden.

Für Geschädigte komplexer Anlagebetrugsfälle ist allerdings häufig nicht allein die Frage entscheidend, wo die Anzeige erstattet wird.

Wichtiger ist, welche Informationen die Anzeige enthält.

Bei einem Betrug mit mehreren Überweisungen, unterschiedlichen Gesellschaften, ausländischen Konten oder Kryptowährungen kann eine ungeordnete Sammlung von E-Mails und Screenshots den tatsächlichen Sachverhalt nur schwer erkennen lassen.

Eine strukturierte Darstellung kann deshalb insbesondere enthalten:

  1. Wie kam der Erstkontakt zustande?
  2. Wer trat gegenüber dem Geschädigten auf?
  3. Welches Investment wurde angeboten?
  4. Welche Zahlungen wurden wann geleistet?
  5. An wen gingen die einzelnen Zahlungen?
  6. Welche Banken oder Zahlungsdienstleister waren beteiligt?
  7. Welche Websites, Telefonnummern und E-Mail-Adressen wurden verwendet?
  8. Wurden Kryptowährungen transferiert?
  9. Wann entstand erstmals der Betrugsverdacht?
  10. Welche weiteren Forderungen wurden anschließend gestellt?

Gerade bei hohen Schäden kann eine solche Chronologie die Aufarbeitung wesentlich erleichtern.

Welche Beweise sollten bei Anlagebetrug gesichert werden?

Beweise sollten möglichst vor dem Löschen von Accounts, Nachrichten oder Apps gesichert werden.

Wichtig können insbesondere sein:

  • Kontoauszüge,
  • Überweisungsbestätigungen,
  • IBAN und BIC der Empfängerkonten,
  • Namen der Zahlungsempfänger,
  • Kreditkartenabrechnungen,
  • E-Mails,
  • WhatsApp- und Telegram-Verläufe,
  • SMS und sonstige Messenger-Nachrichten,
  • Telefonnummern,
  • Namen angeblicher Berater,
  • Domains und vollständige URLs,
  • Screenshots des Trading- oder Anlagekontos,
  • Vertragsunterlagen,
  • Rechnungen und Zahlungsaufforderungen,
  • angebliche Zertifikate oder Lizenzunterlagen sowie
  • Daten zu Fernwartungssoftware.

Bei Krypto-Betrug sollten zusätzlich Wallet-Adressen, Transaktions-IDs beziehungsweise Transaktions-Hashes, verwendete Kryptobörsen und die jeweilige Kryptowährung dokumentiert werden.

Auch vermeintlich nebensächliche Informationen können später helfen, Personen, Unternehmen und Zahlungswege miteinander zu verknüpfen.

Eine Strafanzeige kann bei Anlagebetrug ein wichtiger Baustein sein. Für Geschädigte ist aber ebenso entscheidend, frühzeitig zu prüfen, wohin das Geld geflossen ist, ob Vermögenswerte gesichert werden können und welche eigenen zivilrechtlichen Ansprüche bestehen.“

Björn-Michael Lange
Björn-Michael Lange Rechtsanwalt, Partner

Strafanzeige bei Anlagebetrug: Bekomme ich dadurch mein Geld zurück?

Nicht automatisch.

Hier sollte klar zwischen Strafverfolgung und individueller Anspruchsdurchsetzung unterschieden werden.

Das Strafverfahren dient insbesondere der Aufklärung und Verfolgung möglicher Straftaten. Für Geschädigte kann es darüber hinaus relevant werden, wenn Vermögenswerte identifiziert und strafprozessual gesichert werden.

Davon zu unterscheiden ist die Frage, welche eigenen zivilrechtlichen Ansprüche dem Geschädigten zustehen und gegen wen diese durchgesetzt werden können.

Deshalb sollte nach einem erheblichen Anlagebetrug nicht ausschließlich die Strafanzeige betrachtet werden.

Parallel kann zu prüfen sein:

  • Wer hat das Geld tatsächlich erhalten?
  • Bestehen Rückforderungs- oder Schadensersatzansprüche?
  • Gibt es weitere mögliche Anspruchsgegner?
  • Können Vermögenswerte gesichert werden?
  • Ist eine Haftung beteiligter Banken oder Zahlungsdienstleister zu untersuchen?

Die Geldrückholung nach Anlagebetrug kann deshalb aus mehreren rechtlichen und tatsächlichen Ansatzpunkten bestehen.

Was bedeutet Vermögenssicherung nach Anlagebetrug?

Zeit ist bei Anlagebetrug ein wichtiger Faktor.

Betrügerische Zahlungssysteme sind häufig darauf ausgelegt, eingehende Gelder schnell weiterzuleiten. Geld kann über mehrere Bankkonten transferiert, in andere Staaten verschoben oder in Kryptowährungen umgewandelt werden.

Unter Vermögenssicherung sind deshalb rechtliche Maßnahmen zu verstehen, die darauf gerichtet sind, noch vorhandene Vermögenswerte einem späteren Zugriff nicht zu entziehen.

Dabei ist zwischen unterschiedlichen Instrumenten zu unterscheiden.

Je nach Sachverhalt können insbesondere strafprozessuale Sicherungsmaßnahmen sowie zivilprozessuale Maßnahmen relevant werden.

Welche Möglichkeit besteht, hängt davon ab, welcher Anspruch gegen welche Person besteht und welche Vermögenswerte identifiziert werden können.

Customer reviews & experiences for BRIXLANGE Rechtsanwälte. Show more information.

Vermögensarrest bei Anlagebetrug

Im Strafverfahren kann der Vermögensarrest eine wichtige Rolle spielen.

Die Strafprozessordnung sieht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit vor, zur Sicherung der Vollstreckung wegen bestimmter Rechtsfolgen einen Vermögensarrest in das bewegliche und unbewegliche Vermögen des Betroffenen anzuordnen.

Für geschädigte Anleger bedeutet das jedoch nicht:

Strafanzeige + Vermögensarrest = automatische Rückzahlung.

Zwischen der staatlichen Sicherung von Vermögenswerten und der tatsächlichen Entschädigung eines Geschädigten liegen weitere rechtliche Voraussetzungen und Verfahrensschritte.

Deshalb sollte ein Vermögensarrest weder als Rückzahlungsgarantie noch als Ersatz für die Prüfung eigener Ansprüche verstanden werden.

Vermögensabschöpfung und Geschädigtenentschädigung

Das deutsche Strafrecht und Strafprozessrecht enthalten Regelungen zur Einziehung von Vermögenswerten, die aus Straftaten erlangt wurden.

Für Opfer von Vermögensdelikten kann dies von erheblicher Bedeutung sein.

Werden Vermögenswerte des Täters gesichert beziehungsweise eingezogen, können unter den gesetzlichen Voraussetzungen Möglichkeiten bestehen, Ansprüche Verletzter im weiteren Verfahren zu berücksichtigen.

Ob und in welchem Umfang ein Geschädigter tatsächlich Geld erhält, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab – beispielsweise:

  • ob Täter oder Beteiligte identifiziert werden,
  • ob Vermögenswerte gefunden werden,
  • ob diese Vermögenswerte tatsächlich gesichert werden können,
  • welche Ansprüche festgestellt werden und
  • welche weiteren Geschädigten vorhanden sind.

Gerade bei groß angelegten Betrugssystemen kann das vorhandene Vermögen deutlich geringer sein als der Gesamtschaden aller Anleger.

Zahlungswege nachverfolgen: Wohin ist das Geld gegangen?

Für die Vermögenssicherung ist eine zentrale Frage:

Wo befindet sich das Geld?

Deshalb kann die Nachverfolgung der Zahlungswege bei Anlagebetrug für strafrechtliche wie zivilrechtliche Maßnahmen von erheblicher Bedeutung sein.

Bei Banküberweisungen sollte dokumentiert werden:

  • Ausgangskonto,
  • Datum,
  • Betrag,
  • Empfänger,
  • IBAN,
  • BIC,
  • Verwendungszweck und
  • beteiligte Zahlungsdienstleister.

Bei mehreren Zahlungen empfiehlt sich eine chronologische Tabelle.

Dadurch können Muster sichtbar werden: wechselnde Zahlungsempfänger, mehrere Konten derselben Gesellschaft oder Zahlungen in unterschiedliche Staaten.

Diese Informationen können außerdem für die Prüfung weiterer Anspruchsgegner relevant sein.

Was gilt, wenn das Geld in Kryptowährungen umgewandelt wurde?

Bei modernen Anlagebetrugsfällen werden Bankzahlungen und Kryptowährungen häufig miteinander kombiniert.

Ein typisches Szenario:

Der Geschädigte überweist Euro an eine reale Kryptobörse, kauft dort auf Anweisung eines vermeintlichen Brokers Bitcoin, Ether oder Stablecoins und überträgt diese anschließend an eine fremde Wallet.

Die Kryptowährungstransaktion sollte dann möglichst genau dokumentiert werden.

Wichtig sind insbesondere:

  • verwendete Kryptobörse,
  • Kryptowährung,
  • Betrag,
  • Zeitpunkt,
  • Absender-Wallet,
  • Empfänger-Wallet und
  • Transaktions-ID.

Öffentlich einsehbare Blockchain-Transaktionen können Anhaltspunkte für den weiteren Zahlungsweg liefern. Daraus folgt allerdings nicht automatisch die Identität des Wallet-Inhabers oder die Möglichkeit, Kryptowerte unmittelbar zurückzuholen.

Bei Bitcoin- und Kryptowährungsbetrug müssen technische Nachverfolgung und rechtliche Anspruchsprüfung deshalb zusammen betrachtet werden.

Zivilrechtliche Vermögenssicherung neben dem Strafverfahren

Neben strafprozessualen Maßnahmen können bei entsprechenden Voraussetzungen auch zivilrechtliche Sicherungsmöglichkeiten relevant sein.

Dazu gehört insbesondere der Arrest nach den Vorschriften der Zivilprozessordnung.

Ein Arrest kann der Sicherung der Zwangsvollstreckung wegen einer Geldforderung dienen. Voraussetzung ist jedoch nicht lediglich die Behauptung, Opfer eines Betrugs geworden zu sein.

Erforderlich sind die gesetzlichen Voraussetzungen für einen solchen Sicherungszugriff.

Insbesondere müssen mögliche Ansprüche, Anspruchsgegner und die konkrete Gefährdungslage geprüft werden.

Das ist ein wesentlicher Unterschied zum bloßen Erstatten einer Strafanzeige.

Bankkonto des Zahlungsempfängers bekannt – was nun?

Wenn ein Geschädigter Geld auf ein konkretes Bankkonto überwiesen hat, sollte diese Information unbedingt gesichert werden.

Die Kontodaten können ein wichtiger Ausgangspunkt für die Nachverfolgung von Zahlungswegen sein.

Ob darüber hinaus Ansprüche gegen die kontoführende Bank oder einen anderen Zahlungsdienstleister bestehen, ist eine eigenständige Frage.

Eine Bankhaftung bei Anlagebetrug folgt nicht automatisch daraus, dass ein betrügerischer Zahlungsempfänger dort ein Konto unterhalten hat.

Erforderlich ist eine konkrete rechtliche Prüfung möglicher Pflichtverletzungen.

Bei hohen Schadenssummen sollte dieser mögliche Ansatz jedoch nicht ohne Prüfung verworfen werden.

Anlagebetrug im Ausland: Ist eine Strafanzeige trotzdem sinnvoll?

Viele moderne Anlagebetrugsfälle weisen internationale Strukturen auf.

Der vermeintliche Broker kann einen Sitz in einem Staat behaupten, die Website von einem anderen Ort betrieben werden und das Geld auf Konten in mehreren Ländern fließen.

Bei Anlagebetrug mit Auslandsbezug können Ermittlungen und Vermögenssicherung dadurch erheblich komplexer werden.

Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass eine Strafanzeige oder weitere rechtliche Schritte aussichtslos sind.

Umso wichtiger ist die genaue Dokumentation:

  • Welche Gesellschaften wurden genannt?
  • Welche tatsächlichen Zahlungsempfänger gab es?
  • In welche Länder gingen Überweisungen?
  • Welche Banken waren beteiligt?
  • Welche Domains und Telefonnummern wurden verwendet?
  • Welche Kryptowallets sind bekannt?

Diese Informationen können für die weitere Einordnung entscheidend sein.

Kann ein Anwalt Akteneinsicht im Strafverfahren erhalten?

Für die rechtliche Aufarbeitung kann der Stand strafrechtlicher Ermittlungen von Bedeutung sein.

Unter den gesetzlichen Voraussetzungen bestehen für einen Rechtsanwalt Möglichkeiten, Akteneinsicht beziehungsweise Auskünfte aus Ermittlungsakten zu beantragen.

Ob und in welchem Umfang Akteneinsicht gewährt wird, hängt vom jeweiligen Verfahrensstand und den einschlägigen gesetzlichen Voraussetzungen ab.

Informationen aus einem Ermittlungsverfahren können für Geschädigte relevant sein, wenn dadurch beispielsweise weitere Beteiligte oder Zahlungswege bekannt werden.

Eine strafrechtliche Akte ersetzt jedoch nicht die eigenständige Prüfung zivilrechtlicher Ansprüche.

Adhäsionsverfahren: Schadensersatz im Strafverfahren?

Unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen können vermögensrechtliche Ansprüche, die aus einer Straftat erwachsen sind, auch im Strafverfahren geltend gemacht werden.

Das sogenannte Adhäsionsverfahren kann deshalb bei bestimmten Fallgestaltungen eine Option sein.

Ob dieser Weg gegenüber einer gesonderten zivilrechtlichen Anspruchsdurchsetzung sinnvoll ist, hängt jedoch stark vom Einzelfall ab.

Zu berücksichtigen sind beispielsweise:

  • Stand und Umfang des Strafverfahrens,
  • Identität des Beschuldigten,
  • Art und Höhe des Anspruchs,
  • vorhandene Vermögenswerte und
  • weitere mögliche Anspruchsgegner.

Bei komplexem Anlagebetrug sollte daher nicht automatisch davon ausgegangen werden, dass ein bestimmter Verfahrensweg immer vorzugswürdig ist.

Vorsicht vor angeblichen Ermittlern und Rückholunternehmen

Nach einer Strafanzeige oder nachdem ein Betrug öffentlich bekannt geworden ist, können Geschädigte erneut kontaktiert werden.

Angebliche Ermittler, Behördenmitarbeiter, Blockchain-Spezialisten oder Rückholunternehmen behaupten beispielsweise, eingefrorene Gelder oder Kryptowährungen gefunden zu haben.

Für deren Freigabe müsse lediglich noch eine Gebühr oder Steuer bezahlt werden.

Das kann ein Recovery Scam sein.

Besonders problematisch: Täter können Informationen aus dem ursprünglichen Betrugsfall kennen und dadurch glaubwürdig auftreten.

Leisten Sie deshalb keine weitere Zahlung allein aufgrund der Behauptung, Ihr Geld sei bereits beschlagnahmt oder sichergestellt worden.

Welche Fehler sollten Geschädigte vermeiden?

Nach einem Anlagebetrug sind insbesondere folgende Fehler problematisch:

  • weitere Zahlungen leisten, um angebliche Guthaben freizuschalten,
  • Chatverläufe oder E-Mails löschen,
  • Zugang zu Bank- oder Kryptokonten an unbekannte Rückholer geben,
  • Originalbelege nicht sichern,
  • nur die Website dokumentieren, aber Zahlungsempfänger außer Acht lassen,
  • eine Strafanzeige mit einer garantierten Geldrückzahlung gleichsetzen oder
  • mögliche Verjährungsfristen unbeachtet lassen.

Sinnvoller ist eine frühzeitige, strukturierte Sicherung sämtlicher Informationen.

Strafanzeige oder zivilrechtliche Klage – was ist wichtiger?

Diese Frage lässt sich nicht abstrakt beantworten.

Strafrecht und Zivilrecht erfüllen unterschiedliche Funktionen.

Das Strafverfahren dient der staatlichen Verfolgung von Straftaten und kann zur Ermittlung und Sicherung von Vermögenswerten beitragen.

Zivilrechtliche Maßnahmen dienen dagegen insbesondere der Durchsetzung eigener Ansprüche gegen konkrete Anspruchsgegner.

Bei Anlagebetrug können beide Ebenen ineinandergreifen.

Deshalb lautet die sinnvollere Frage häufig nicht „Strafanzeige oder Zivilrecht?“, sondern:

Welche Kombination von Maßnahmen bietet im konkreten Fall die besten realistischen Aussichten?

Verjährung trotz laufender Ermittlungen beachten

Ein besonders wichtiger Punkt: Geschädigte sollten nicht ohne rechtliche Prüfung davon ausgehen, dass ein laufendes Strafverfahren automatisch sämtliche zivilrechtlichen Fristen wahrt.

Die Verjährung bei Anlagebetrug ist eine eigenständige rechtliche Frage.

Welche Fristen gelten und durch welche Maßnahmen sie gegebenenfalls gehemmt oder neu in Lauf gesetzt werden, hängt von Anspruch und Sachverhalt ab.

Gerade wenn Ermittlungsverfahren lange dauern, sollte die Verjährung möglicher zivilrechtlicher Ansprüche deshalb gesondert überwacht werden.

Wann sollte ein Fachanwalt eingeschaltet werden?

Insbesondere bei wirtschaftlich erheblichen Schäden kann eine frühzeitige rechtliche Aufarbeitung sinnvoll sein.

Fachanwalt Björn-Michael Lange prüft bei Anlagebetrug insbesondere:

  • den Ablauf des Betrugs,
  • vorhandene Beweismittel,
  • Zahlungsempfänger und Zahlungswege,
  • mögliche Täter und weitere Beteiligte,
  • bestehende Rückforderungs- und Schadensersatzansprüche,
  • mögliche Maßnahmen zur Vermögenssicherung,
  • eine mögliche Haftung beteiligter Banken und Zahlungsdienstleister,
  • das Zusammenspiel mit strafrechtlichen Ermittlungen und
  • relevante Verjährungsfristen.

Ziel ist es, strafrechtliche Ermittlungen und die Durchsetzung eigener vermögensrechtlicher Interessen nicht isoliert voneinander zu betrachten.

Häufige Fragen zu Strafanzeige und Vermögenssicherung

Anlagebetrug erlitten? Strafanzeige und Vermögenssicherung prüfen lassen

Wenn Sie durch einen vermeintlichen Broker, eine Tradingplattform, ein Festgeldangebot, ein Krypto-Investment oder eine andere Kapitalanlage einen erheblichen Betrag verloren haben, sollten Sie möglichst früh sämtliche Zahlungs- und Kommunikationsdaten sichern.

Eine Strafanzeige wegen Anlagebetrugs kann ein wichtiger Schritt sein. Für die wirtschaftlichen Interessen des Geschädigten sollte darüber hinaus geprüft werden, wohin das Geld geflossen ist, welche Vermögenswerte identifiziert werden können und gegen wen eigene Ansprüche bestehen.

Fachanwalt Björn-Michael Lange berät Geschädigte zu Strafanzeige, Vermögenssicherung und Geldrückholung bei Anlagebetrug und prüft, welche rechtlichen Maßnahmen im konkreten Fall sinnvoll in Betracht kommen.

Kontaktieren Sie uns!
Hinterlassen Sie uns gerne Ihre Kontaktdaten und einer unserer Anwälte meldet sich kurzfristig bei Ihnen!